HorseWellness
"Gönnen Sie Ihrem Pferd Entspannung und Wohlbefinden"

Geschichten

I. "Ein ganzes Hundeleben" ... "Wie der Königspudel zu seinem Namen kam" ... "Der besondere Tag"

 ... ich war klein … nicht mehr sooo klein, wie sich die Menschen Hundebabies vorstellen, die sie dann mit nach Hause nehmen, aber schon noch ein Winzling im Vergleich zu jetzt … damals waren wir noch schwarz! Wir, das heisst meine zwei Brüder und ich waren noch zu Hause und hatten richtig Spaß miteinander … manchmal ärgerten wir auch unsere Mami, die uns dann, wenn wir zu frech waren, in die Schranken wies. Die Menschen, die mit uns im Haus lebten sprachen sehr oft von „Besuchern“. Wir waren zwar klein, aber nicht dumm und hatten genau aufgepasst, was mit unseren Geschwistern geschah! Diese „Besucher“ ein „Herrli“ oder „Frauli“ kamen, hatten einen von uns in die Höhe gehoben und am Ende mitgenommen … naja, unter uns – wir wussten das eh schon vorher, dass es so kommen wird …unsere Mami hatte uns das sehr früh erklärt. Einen prägenden Satz hatte sie gesagt: „Und wenn es passt, dann spürt ihr es von den Ohren bis zur Schwanzspitze und am Ende in eurem Herzen“ … wir verstanden zwar zu diesem Zeitpunkt nicht genau was sie meinte … ob das der Grund war, weshalb wir Buben noch daheim waren?? aber er blieb in unserem Gedächtnis und würde eines Tages wie ein verspätetes Echo nachhallen. Und genau so war es schließlich an diesem Tag … wir steckten die Pudelköpfe zusammen und machten „Lagebesprechung“, denn es sollte wieder ein potentielles Herrchen kommen, das einem von uns ein liebesvolles Zuhause geben würde. „Glaubt mir“ es ist gar nicht so einfach in der kurzen Zeit herauszufinden ob es sich ums „richtige Herrli“ handelt, denn bei diesem kurzen Kennenlernen  riechen wir einmal an ihnen und hören genau hin welche Stimmlage an den Tag oder besser gesagt an den Hund gelegt wird - mehr kann man aber von einem Pudelbaby wirklich noch nicht erwarten …


Und so kam es, dass es am 15. November an der Tür klingelte – wir hatten schon mitbekommen, dass es wieder ein „Besucher“ sein würde, denn unsere „Noch-Familienmenschen“ haben uns mit einer weichen Bürste schön gemacht … vor lauter lachen taten uns schon die Bäuchlein weh … denn unsere Nasenhaare waren weg … und wir sahen irgendwie aus wie die Maulwürfe. Dieses Mal  kam aber nicht einer oder zwei – nein ganze vier dieser Menschen waren da – zwei große und zwei kleinere. Aber Pudelschlau wir sind, haben wir die Situation sofort durchschaut. Einer war dabei, dessen Augen leuchteten – das war ER – der zukünftige „Herrli“ der „Gassigeher“ derjenige, dem man gehorchen musste - mit dem man sein Leben verbringen durfte. Also (!), „Konzentration Jungs“ - „Nicht sofort auf sie los“ rief mein Bruder und „Abstimmungsmeeting“ meinte er nur kurz und knapp. Wir steckten die Köpfe zusammen, berieten kurz die Situation – knobelten, wer als erster sein Glück versuchen durfte – und ICH gewann und durfte ihn als erster beschnuppern. Mutig machte ich mich tapsig mit erhobenem Kopf auf den Weg der gegenüberliegenden Seite, des Raums wo er stand – er kniete sich hin … das war schon mal sehr sympathisch dachte ich, denn wenn man so ein kleiner Knopf ist, kommt einem die „Riesenwelt“ manchmal doch befremdlich vor. Er streckte mir die Hand entgegen und ich meine Nase – und in diesem Augenblick geschah etwas Wunderbares … er war „Mein Mensch“ es gab keinen Zweifel, er roch vertraut, hatte weiche Augen und eine positiv liebe Stimme und mein Bauch sagte mir – „Mit ihm will ich mein Leben teilen“, „An seiner Seite will ich sein“. Ich war sehr verwundert über mich selbst, denn ein Schauer von den Ohren bis zur Schwanzspitze beutelte mich durch und hinterließ ein warmes Gefühl in meinem Pudelherz. Ich wusste instinktiv, dass es die richtige Entscheidung sein würde. Ich setzte mich einmal hin, Erstaunen und das Echo spiegelte sich in diesem Augenblick in meinen Augen und ich sah zu meiner Mami hinüber, deren Stolz ich erkennen konnte … und über die Tatsache, dass sie sich genau diese Reaktion an diesem besonderen Tag für einen von uns gewunschen hatte, nämlich sich zu fühlen wie der „König der Pudel“.